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Steuern auf Flying Blue Prämientickets: Was Sie wissen müssen

Steuern und Treibstoffzuschläge auf Flying Blue Prämientickets verstehen: Was kostet wirklich, wie minimiert man die Zusatzkosten, und wann lohnt sich ein Prämienticket trotzdem?

15. April 20243 min Min. LesezeitVon Miles Guide

Ein Prämienticket bei Flying Blue ist nie vollständig "gratis" — Sie zahlen immer Steuern und manchmal Treibstoffzuschläge in bar. Wer diese Zusatzkosten kennt und richtig einkalkuliert, kann den wahren Wert eines Prämientickets realistisch einschätzen.

Die verschiedenen Gebührenarten bei Prämientickets

Flughafensteuern

Diese Steuern sind auf allen Flügen verpflichtend und variieren je nach Flughafen und Land. In Frankreich (CDG, Orly) liegen sie bei etwa 40–80 € pro Strecke. Einige internationale Flughäfen erheben besonders hohe Steuern — darunter das Vereinigte Königreich (Air Passenger Duty, APD), die USA und Japan.

Treibstoffzuschläge (YQ/YR)

Diese Zuschläge haben in der Vergangenheit für Diskussionen gesorgt. Air France und KLM haben sie in den letzten Jahren reduziert, aber auf bestimmten Strecken existieren sie weiterhin. Bei günstigen Prämientickets können sie einen erheblichen Teil der Gesamtkosten ausmachen.

Buchungs- und Servicegebühren

Bei telefonischen Buchungen oder über Reisebüros werden gelegentlich zusätzliche Gebühren erhoben. Online direkt auf airfrance.de oder klm.com buchen ist in der Regel günstiger.

Typische Steuerbeträge bei Air France Prämientickets

Als grobe Orientierung (die Beträge variieren je nach Flugdatum und -strecke):

  • Paris–New York (Hin und Rück): 200–400 € Steuern
  • Paris–Tokio (H/R): 300–500 € Steuern
  • Paris–Singapur (H/R): 250–450 € Steuern
  • Paris–Barcelona (H/R): 40–80 € Steuern

Diese Steuern werden in bar fällig — selbst wenn Sie das Ticket zu 100 % mit Miles bezahlen.

Wie Steuern den Wert Ihrer Miles beeinflussen

Die Standardformel zur Berechnung des Miles-Werts lautet:

Wert = (Barzahlung für den Flug − zu zahlende Steuern) ÷ eingesetzte Miles

Konkretes Beispiel:Business-Flug Paris–Tokio

  • Barzahlungspreis: 6.000 €
  • Miles-Kosten: 130.000 Miles + 400 € Steuern
  • Wert pro Mile: (6.000 − 400) ÷ 130.000 = 4,3 Cent/Mile

Wären die Steuern 1.500 €, ergäbe sich ein Wert von (6.000 − 1.500) ÷ 130.000 = 3,5 Cent/Mile— immer noch ausgezeichnet, aber weniger spektakulär.

Wann Steuern ein Prämienticket unattraktiv machen

Auf bestimmten Strecken mit sehr hohen Steuern — insbesondere ins Vereinigte Königreich, wo die APD in der Business Class mehrere Hundert Euro betragen kann — kann der Barzahlungsanteil 30–40 % der Gesamtkosten ausmachen. In solchen Fällen lohnt es sich, die tatsächliche Ersparnis sorgfältig nachzurechnen.

Beispiel eines unvorteilhaften Tickets:

  • Flug Economy Paris–London
  • Kosten: 8.000 Miles + 80 € Steuern
  • Barzahlungspreis: 100 €
  • Wert: (100 − 80) ÷ 8.000 = 0,25 Cent/Mile— sehr schlecht!

In diesem Fall ist es klüger, den Flug bar zu bezahlen.

So minimieren Sie die Steuerlast

  • Strecken mit moderaten Steuern bevorzugen: Manche Flughäfen erheben deutlich niedrigere Abgaben als andere
  • Großbritannien bei Prämientickets möglichst meiden: Die APD ist besonders in der Business Class sehr hoch
  • Einzel- vs. Rundreiseticket vergleichen: Manchmal haben zwei Einzeltickets eine günstigere Steuerstruktur
  • Steuern pro Segment prüfen: Die Steuern variieren je nach einzelnem Flugabschnitt

Fazit

Steuern auf Prämientickets sind eine Realität, die man nicht ignorieren sollte. Sie stellen die Attraktivität von Prämientickets — vor allem im Business-Langstreckenbereich — in der Regel nicht grundsätzlich in Frage, müssen aber in die Gesamtkalkulation einbezogen werden. Berechnen Sie immer die Gesamtkosten (Steuern + Miles-Wert), bevor Sie entscheiden. Wer das konsequent tut, kommt selten zu einem schlechten Deal.

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